Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

2006

Natascha Wodin wurde 1945 in Fürth geboren und lebt heute als freie Schriftstellerin in Berlin. Sie trat auch als Übersetzerin von Lyrik und Prosa aus dem Russischen hervor. In ihren Werken, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, setzt sich Wodin vor allem mit ihrer Vergangenheit auseinander: mit dem weithin wenig bekannten und totgeschwiegenen Thema der osteuropäischen Zwangsarbeiter im Nazideutschland. Im Zentrum steht ihre Erfahrung der Ortlosigkeit und Fremdheit zwischen zwei Kulturen.

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2006

Guntram Vesper wurde 1941 in Frohburg geboren und lebt heute in Göttingen. Vesper ist als Verfasser von Gedichten, Erzählungen und Hörspielen hervorgetreten. In seinen frühen Werken steht das Thema der Heimatlosigkeit im Vordergrund; später entwickelt er sich zum bedeutenden Schilderer des Land- und Dorflebens. In seinen Werken herrscht ein, bei aller elegischen Grundstimmung, sachlicher, klarer Stil.

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2005

Andreas Koziol wurde 1957 in Suhl/Thüringen geboren und lebt heute in Berlin. Der Lyriker, Nachdichter und Herausgeber gehört zu den bedeutenden Autoren der Ostberliner Literatur- und Kunstszene des Prenzlauer Berg. Er war Mitherausgeber wichtiger Untergrundzeitschriften. Koziol schuf zahlreiche Übersetzungen und Nachdichtungen aus dem Russischen, Ungarischen und Englischen.

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2005

Franz Hodjak wurde 1944 in Hermannstadt/Rumänien geboren und lebt heute in Usingen/Taunus. Er gehörte zu den wichtigsten Vertretern der deutschsprachigen Literaturszene in Rumänien. Als Verlagslektor in Klausenburg förderte er diese Szene und hatte häufig mit der Zensur zu kämpfen. Als einer der letzten Schriftsteller, die den Repressionen des Ceaucescu-Regimes entflohen, übersiedelte Hodjak 1992 nach Deutschland. Er verfasste zahlreiche Gedichte, Erzählungen und Romane.

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2005

Der Dichter und Graphiker Christoph Meckel hat am 12. Mai 2005 im Goethe-Nationalmuseum Weimar den „Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung von 1859“ erhalten. Mit dem am 12. Juni 1935 in Berlin geborenen und im Breisgau aufgewachsenen Christoph Meckel ehrte die Deutsche Schillerstiftung einen Dichter, der in den fast 50 Jahren seiner ganz und gar der Poesie verpflichteten literarischen Arbeit eindringliche Gedichte, Erzählungen, Romane, Essays, Kinderbücher und Hörspiele veröffentlicht hat. Zugleich dankte sie einem Autor, der als Herausgeber und Übersetzer fremdsprachiger Literatur, insbesondere zeitgenössischer Literatur aus Israel ein erfolgreicher Vermittler zwischen den Literaturen ist. Meckels Prosaarbeit „Suchbild – Über meinen Vater“ (1980) ist ein gewichtiger und bleibender literarischer Beitrag zur politischen Auseinandersetzung mit der Vätergeneration. Seine literarische Erinnerungsarbeit hat Meckel mit dem Roman „Suchbild. Meine Mutter“ (2002) fortgesetzt.

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