Alle Preisträger chronologisch bis 1995:
Gerhard Falkner wurde 1951 in Schwabach geboren und lebt heute als Lyriker, Dramatiker, Essayist und Übersetzer in Berlin und der Oberpfalz. Falkners Debüt-Gedichtband „so beginnen am körper die tage“ bricht mit der Experimental- und Befindlichkeitslyrik des vorangegangenen Jahrzehnts. Seine Gedichte sind von einer dialektischen Spannung zwischen formaler Strenge und explosiver Emotion, sinnlicher Schönheit und sozialer Schärfe, existenzieller Stimmung und sprachlicher Kraft gekennzeichnet.
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Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin/DDR geboren und lebt in Berlin. Jirgl gehörte zu jener jüngeren Autorengeneration in der DDR, die während der 1980er Jahre vermehrt experimentelle Formen aufgriff. Sein sprachmächtiges Prosawerk zeichnet ihn als Chronisten deutscher Vergangenheit und Gegenwart aus. Jirgls Interesse gilt der Entlarvung von Machtverhältnissen, die sich hinter Sprache verbergen. Charakteristisch ist seine unkonventionelle, teilweise „lautmalerische“ Rechtschreibung und eine eigene Zeichen-Nomenklatur. Seine Texte fesseln durch ihre Bildkraft und verstören zugleich durch kalt sezierende Intellektualität.
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Günter Ullmann wurde 1946 in Greiz/DDR geboren, wo er auch heute noch lebt. Der Schriftsteller, Maler und Musiker hatte unter massiven Repressalien in der DDR zu leiden. Nach Protesten gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei erstmals verhaftet, wurde er nach dem Protest gegen die Abschiebung von Reiner Kunze und der Ausbürgerung von Wolf Biermann verhört, durch die Staatssicherheit überwacht und erhielt Publikationsverbot. Seit der Wende sind 19 Publikationen von Ullmann erschienen, dazu zahllose Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. In Thüringen ist Ullmann als kritischer Volksdichter bekannt.
» weiterGregor Laschen ist 1941 in Ückermünde/Vorpommern geboren und lebt heute in Utrecht in den Niederlanden, wo er Deutsche Literatur lehrt. Außerdem arbeitet er im Kunstzentrum Bahnhof Rolandseck. Sein eigenes Prosadebüt gab er 1968 mit „Hochzeitsnächte“. Er ist Begründer und Herausgeber des europäischen Poesie-Übersetzungsprojektes „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“ (seit 1988). Er veröffentlichte Prosa, Lyrik und Übersetzungen.
» weiterOlaf Velte wurde 1960 in Bad Homburg/Hessen geboren und lebt heute in Wehrheim/Taunus. Nach Ausbildung zum Verlagskaufmann und Studium der Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und Philosophie in Frankfurt/Main folgten wechselnde Tätigkeiten bei Lokalzeitungen, Sprachschulen, Literaturzeitschriften. Seit 1993 ist er Betriebsleiter der familieneigenen Schafzucht. Seit den 80er Jahren veröffentlicht er Gedichte in Zeitschriften und Anthologien. In seinen Prosawerken befasst sich Velte wie in seiner freien Theaterarbeit mit Autoren des 19. Jahrhunderts (Grabbe, Mörike, Raabe).
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