Deutsche Schillerstiftung stellt ihre Gremien neu auf

In den Leitungsgremien der Deutschen Schillerstiftung ist es nach dem Tod ihres verdienstvollen Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann am 3. September 2025 zu einigen personellen Veränderungen gekommen. Der Literaturwissenschaftler und Literaturförderer Schmidt-Bergmann war seit 2008 Mitglied des Kuratoriums, seit 2022 amtierte er als dessen Vorsitzender. Am 14. Juli 2026 wurde der Bibliothekar und Kulturwissenschaftler Dr. Frank Simon-Ritz (Direktor der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar), der diesem Gremium seit 2024 angehört, zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt. Zu seiner Stellvertreterin wählte das Kuratorium die ehemalige Leiterin der Kulturabteilung in der Thüringer Staatskanzlei Elke Harjes-Ecker, die seit vielen Jahren als Vertreterin des Freistaats Thüringen im Kuratorium der Stiftung fungiert. 

Auch im Vorstand der Stiftung ist es zu Veränderungen gekommen. In seiner Sitzung am 14. Juli 2026 wählte das Kuratorium den bisherigen Finanzvorstand Carsten Klever übergangsweise zugleich zum Vorstandsvorsitzenden. Neben ihm bleibt Dr. Peter Krause (Direktor Schloss Ettersburg) Mitglied des Vorstands.

Das neue Führungsteam von Vorstand und Kuratorium der Deutschen Schillerstiftung machte deutlich, dass es seine Hauptaufgabe zunächst darin sieht, zum Ende des Jahres eine Festveranstaltung zur Verleihung der Literaturpreise der Deutschen Schillerstiftung zu organisieren. Dieser Preisverleihung kommt insofern besonderer Stellenwert zu, als dass die für 2025 geplante Veranstaltung nach dem Tod von Hansgeorg Schmidt-Bergmann abgesagt wurde. 2026 findet in Weimar also eine doppelte Preisverleihung statt. Als Termin dafür wurde der 11. Dezember 2026 festgelegt.

Als älteste bürgerschaftlich organisierte Fördereinrichtung unterstützt die Deutsche Schillerstiftung von 1859 Autorinnen und Autoren. Seit ihrer durch Kriegs- und Nachkriegsereignisse notwendig gewordenen Neuerrichtung im Jahre 1995 vergibt sie alljährlich Ehrengaben und regelmäßig Förderpreise. Zugleich fungiert die Stiftung als Dach renommierter Unterstiftungen, die von namhaften Persönlichkeiten für die Vergabe weiterer Literaturpreise eingerichtet wurden. Die Deutsche Schillerstiftung von 1859 leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Literaturförderung im deutschsprachigen Raum.

Sylvia Geist, Wulf Kirsten und Barbara Köhler als Lyrikpreisträger 2008 in Berlin geehrt

Von den sechs Lyrikpreisträgern des Jahres 2008, die auf Einladung der Literaturwerkstatt Berlin und der Senatskanzlei Berlin am 24. Februar 2009 im Festsaal des Berliner Rathauses mit Lesungen geehrt wurden, waren mit Sylvia Geist, Wulf Kirsten und Barbara Köhler  drei Preisträger der Deutschen Schillerstiftung vertreten. Der Preisträger des Christian Wagner-Preises Wulf Kirsten wurde 2002 mit dem Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung ausgezeichnet. Barbara Köhler, Preisträgerin des Joachim-Ringelnatz-Preises, erhielt 1998 die Adolf-Mejstrik-Ehrengabe. Sylvia Geist nahm als Trägerin der Adolf-Mejstrik-Ehrengabe 2008 an der festlichen Veranstaltung teil.
Professor Dietger Pforte wies bei seiner Vorstellung der Adolf-Mejstrik-Ehrengabe und deren Preisträgerin Sylvia Geist auf das Engagement der Deutschen Schillerstiftung für Lyrik hin. Für zusätzliche Impulse sorge die im Jahre 2008 unter dem Dach der Deutschen Schillerstiftung ins Leben gerufene Anke Bennholdt-Thomsen-Stiftung mit dem Anke Bennholdt-Thomsen-Preis für Lyrik, den ausschließlich Lyrikerinnen erhalten werden.