Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

2021

Die Autorin, Übersetzerin und freie Lektorin Karin Fellner erhält die Christian Ferber-Ehrengabe. Karin Fellner wurde 1970 in München geboren. Sie studierte Psychologie und Literaturwissenschaften. Sie arbeitet als freiberufliche Schriftstellerin und Lektorin. Seit 1999 ist sie auch als Schreibcoach tätig. Für ihr Lyrikdebüt Avantgarde des Schocks erhielt sie 2005 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. 2019 erschien der Lyrikband eins: zum andern. Gedichte.

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2006

Hans Bender, geboren 1919 in Mühlhausen, lebt heute in Köln. Er begann sein literarisches Schaffen nach der Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft. Bender prägte die deutschsprachige Kurzgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend mit. Er gab Prosa- und Lyrik-Sammelbände heraus und gründete mit Walter Höllerer die Zeitschrift „Akzente“.

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2000

Reiner Kunze wurde 1933 in Oelsnitz/Erzgebirge geboren. Er lebt heute als freier Schriftsteller in Erlau bei Passau. Ab 1947 besuchte der Sohn eines Bergarbeiters eine Aufbauklasse für Arbeiterkinder und studierte später Philosophie und Journalistik in Leipzig. In seinem literarischen Schaffen orientierte sich Kunze zunächst am sozialistischen Realismus, später begann er sich zunehmend von den Vorstellungen der SED zu distanzieren, so dass er – besonders nach seinem Austritt 1968 aus der SED – auf immer mehr Widerstand in der DDR-Kulturbürokratie stieß. Es wurde immer schwieriger für ihn, seine Werke zu veröffentlichen. Wegen seiner dissidierenden Haltung wurde Kunze schließlich aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen. 1977 wurde sein Antrag auf Ausbürgerung genehmigt. 1990 bekam Kunze Einblick in seine Stasi-Akte. Auszüge aus dem umfangreichen Dokument veröffentlichte er in der Dokumentation „Deckname Lyrik“. Reiner Kunzes Lyrik und Prosa erschienen im europäischen und außereuropäischen Ausland über 50 Einzelausgaben in 30 Sprachen.

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