Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

2021

Die Ehrengabe der Deutsche Schiller-stiftung geht 2021 an die Lyrikerin und Übersetzerin Dagmara Kraus. Dagmara Kraus wurde 1981 in Wrocław (Polen) geboren. Sie studierte Komparatistik, Kunstgeschichte und Literarisches Schreiben in Leipzig, Berlin und Paris. Im vergangenen Jahr schloss sie ihre Dissertation ab. Sie ist auch als Übersetzerin tätig und lebt mit ihrer Familie in Straßburg. 2012 wurde ihr lyrisches Debüt bei kookbooks unter dem Titel kummerang publiziert. Zuletzt erschien im Jahr ihr Lyrik-Band liedvoll, deutschzyno (2020), ebenfalls bei kookbooks. Sie wurde u.a. im Jahr 2010 mit dem Förderpreis für Literatur der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit ausgezeichnet, im Jahr 2018 erhielt sie den Basler Lyrikpreis, 2020 den Václav-Burian-Preis für Lyrik.

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2021

Der Schriftsteller André Schinkel erhält die Dr. Manfred Jahrmarkt-Ehrengabe. André Schinkel wurde 1972 in Eilenburg/Sachsen geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Archäologie in Halle. Seit 2005 leitet er die Redaktion der Literaturzeitschrift oda – Ort der Augen. Sein Werk umfasst neben zahlreichen Lyrikbänden auch Prosa, Essayistik, Kinderliteratur und Nachdichtungen. Schinkel ist Gründungsmitglied der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt und wurde 2018 in die Sächsische Akademie der Künste gewählt. 2017 erschien sein Lyrikband Bodenkunde.

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2021

Die Autorin, Übersetzerin und freie Lektorin Karin Fellner erhält die Christian Ferber-Ehrengabe. Karin Fellner wurde 1970 in München geboren. Sie studierte Psychologie und Literaturwissenschaften. Sie arbeitet als freiberufliche Schriftstellerin und Lektorin. Seit 1999 ist sie auch als Schreibcoach tätig. Für ihr Lyrikdebüt Avantgarde des Schocks erhielt sie 2005 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. 2019 erschien der Lyrikband eins: zum andern. Gedichte.

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2019

Kerstin Preiwuß, geboren1980, erhält den Anke Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis. Mit ihren drei bisher erschienenenLyrikbänden hat sie sich ein ganz eigenes Feld erschrieben. AllenBänden gemeinsam ist das Interesse an der Verschränkung von Sprache undKörper, sind Liedhaftigkeit, Formbewusstsein und eine kunstvolle Einfachheit inder sprachlichen Gestaltung. Im Debüt Nachricht von neuen Sternen (2006) begibtsie sich auf die Suche nach dem, was überdauert und schlägt dabei einen großenBogen von mythischen Überlieferungen bis in die Jetztzeit. Das Langgedicht Rede(2012) erzählt in atemlosem Rhythmus vom Sprechen als innerer Notwendigkeit,von Häutungen, Verwandlungen und der Begegnung mit dem Tod. Im JahreszeitenzyklusGespür für Licht (2016) dagegen setzt sie sich nicht mit dem Ende,sondern mit dem Beginn eines Lebens auseinander – auch damit, wie das Neuein die Welt kommt. Die in Rostock aufgewachsene Kerstin Preiwuß lebt mit ihrerFamilie in Leipzig. Sie schreibt nicht nur Lyrik, sondern auch Prosa, arbeitet alsDozentin, ist Mitglied des PEN und war für einige Jahre Mitherausgeberin derEDIT. – Die Laudatio bei der Preisverleihung wird Helge Pfannenschmidt halten.

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2019

Gisela von Wysocki, geboren 1940, erhält 2020 die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859. Im Jahr 2016 sorgte Gisela von Wysocki mit ihrem autobiografisch gefärbten Roman Wiesengrund für Furore. In der literarisch dichten Annäherung an Theodor W. Adorno zeigt sich ihr ganzes Können als Erzählerin. Die Art und Weise, wie sie die politisch aufgeladene, intellektuell stimulierende, aber auch bedrückend-einengende Atmosphäre im Frankfurt der frühen 60er-Jahre einfängt; wie sie die Wirkungsmacht dieses charismatischen Denkers am konkreten Beispiel einer weiblichen Bildungsgeschichte beschreibt; wie sie ihn gleichzeitig ver- und entzaubert, ist schlicht meisterhaft – und höchst unterhaltsam. Für viele Leser war der Roman die erste Begegnung mit der Autorin. Dabei blickte sie zu dieser Zeit bereits auf ein Lebenswerk zurück. Seit vier Jahrzehnten beschäftigt sich Gisela von Wysocki u.a. mit Fotokunst, Musik und Körperbewusstsein. Aus ihrer Feder stammen Hörspiele, Theaterstücke, Essays, ihren ersten Roman legte sie mit 70 Jahren vor (Wir machen Musik«, 2010). Die Deutsche Schillerstiftung würdigt mit der Ehrengabe nicht nur ein Werk, sondern auch die sich darin aussprechende Haltung: Lange bevor es dafür Resonanz in den Medien und Programmplätze in den großen Verlagen gab, rückte sie in ihren biografischen Essays Frauen in den Blick, die den für sie begrenzten Raum durchbrachen (Die Fröste der Freiheit. Aufbruchsphantasien, 1980). – Die Laudatio bei der Preisverleihung wird Hubert Spiegel halten.

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