2019  

Kerstin Preiwuß

© Jorinde Gersina

Kerstin Preiwuß, geboren1980, erhält den Anke Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis. Mit ihren drei bisher erschienenenLyrikbänden hat sie sich ein ganz eigenes Feld erschrieben. AllenBänden gemeinsam ist das Interesse an der Verschränkung von Sprache undKörper, sind Liedhaftigkeit, Formbewusstsein und eine kunstvolle Einfachheit inder sprachlichen Gestaltung. Im Debüt Nachricht von neuen Sternen (2006) begibtsie sich auf die Suche nach dem, was überdauert und schlägt dabei einen großenBogen von mythischen Überlieferungen bis in die Jetztzeit. Das Langgedicht Rede(2012) erzählt in atemlosem Rhythmus vom Sprechen als innerer Notwendigkeit,von Häutungen, Verwandlungen und der Begegnung mit dem Tod. Im JahreszeitenzyklusGespür für Licht (2016) dagegen setzt sie sich nicht mit dem Ende,sondern mit dem Beginn eines Lebens auseinander – auch damit, wie das Neuein die Welt kommt. Die in Rostock aufgewachsene Kerstin Preiwuß lebt mit ihrerFamilie in Leipzig. Sie schreibt nicht nur Lyrik, sondern auch Prosa, arbeitet alsDozentin, ist Mitglied des PEN und war für einige Jahre Mitherausgeberin derEDIT. – Die Laudatio bei der Preisverleihung wird Helge Pfannenschmidt halten.