2009  

Jürgen Becker

Jürgen Becker fand große Aufmerksamkeit mit seinem ersten Prosabuch Felder (1964) und mit den folgenden Büchern Ränder (1968) und Umgebungen (1970). Mit seinen Hörspielen trug er zum Entstehen des „Neuen Hörspiels“ bei. In den 70er und 80er Jahren konzentrierte sich Becker auf die Lyrik, die von der Kritik in die obersten Ränge der zeitgenössischen Poesie plaziert worden ist.

Seit Mitte der 60er Jahre korrespondiert Becker immer wieder mit Bildender Kunst (Happening-Künstler Wolf Vostell, Malerin Rango Bohne, Fotograf Boris Becker). Wende und Vereinigung wirkten entscheidend auf das Schreiben Jürgen Beckers ein. Die Wiederentdeckung von Orten und Landschaften zwischen Elbe und Oder, Rügen und Thüringer Wald motivierten seine Lyrikbände Foxtrott im Erfurter Stadion (1993) und Journal der Wiederholungen (1999), die Erzählung Der fehlende Rest (1997) und seinen ersten Roman Aus der Geschichte der Trennungen (1999). Jürgen Beckers Werke sind im Suhrkamp Verlag erschienen.

Er erhielt u.a. den Preis der Gruppe 47, den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, den Bremer Literaturpreis, den Peter-Huchel-Preis, den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln, den Uwe-Johnson-Preis und den Hermann-Lenz-Preis.