Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

1999

Andreas Reimann wurde 1946 in Leipzig geboren, wo er auch heute noch lebt. Wegen ablehnender Haltung gegenüber der Kulturpolitik der SED wurde er von seinem Literaturstudium am Institut für Literatur »Johannes R. Becher« in Leipzig exmatrikuliert. Nach einem Suizidversuch während seines Wehrdienstes und anschließender Entlassung lebte er als Verlagslektor und freier Schriftsteller. 1968 wurde Reimann wegen staatsgefährdender Hetze zu zwei Jahren Haft verurteilt. In den siebziger Jahren erschienen zwei Gedichtbände von ihm, danach konnte er bis zur Wende 1989 nicht mehr veröffentlichen. Seither sind v. a. Gedichtbände und Hör-CDs erschienen. Reimann arbeitete kontinuierlich mit Chansoninterpreten u. a. Musikern zusammen.

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1999

Rainer Kirsch wurde 1934 in Döbeln/Sachsen geboren und lebt heute in Berlin. Nach seiner Relegation vom Studium und folgender Hilfsarbeitertätigkeit lebt er seit 1960 als freischaffender Schriftsteller. Von 1963 bis 1965 studierte er am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. 1973 wurde er aus der SED ausgeschlossen. Kirsch trat als Autor von Lyrik, Dramen, Erzählungen, Übersetzungen, Essays, Hörspielen und Kinderbüchern hervor.

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1999

Heinz Czechowski wurde 1935 in Dresden geboren und lebt heute in Frankfurt/M. Nach Tätigkeit als Vermessungsgehilfe und Bauzeichner studierte er am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig, arbeitete anschließend als Lektor und Dramaturg und lebt seit 1967 als freier Schriftsteller. Czechowski trat als Lyriker, Dramatiker, Essayist, aber auch als Prosaist und Nachdichter hervor, u. a. von Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa.

 

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1998

Detlef Opitz, geboren 1956 in Steinheidel-Erlabrunn, lebt als freier Autor in Berlin. 1980 wurde der gelernte Schienenfahrzeugschlosser, der u. a. als Oberkellner, Puppenspieler und Briefträger arbeitete, zum Literaturstudium in Leipzig zugelassen, doch auf Betreiben der Sicherheitsbehörden wieder ausgeschlossen. Angesichts seines Engagements in der nicht-staatlichen Literaturszene der DDR wurde er mehrfach inhaftiert und 1985 wegen „gesellschaftlichen Missverhaltens“ zu vier Jahren Verbannung aus Berlin verurteilt. Veröffentlichungsmöglichkeiten wurden konsequent verhindert. Opitz publizierte in Untergrundzeitschriften der Ostberliner Literatur- und Kunstszene. Seine Romane sind an Jean Paul, Walter Serner und Arno Schmidt geschult.

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1998

Barbara Köhler wurde 1959 in Burgstädt geboren und lebt heute in Duisburg. Sie absolvierte ein Literaturstudium am Literaturinstitut Johannes R. Becher und war danach am Bezirksliteraturzentrum Karl-Marx-Stadt wissenschaftlich tätig. Seit 1991 lebt Barbara Köhler als freie Autorin. Sie trat als Lyrikerin und Essayistin hervor. Die formal sehr unterschiedlichen Gedichte Köhlers lassen das Ich im sprachlichen Raum als übergeordnetes Thema erkennen. Seit 1996 erzeugt sie auch Textinstallationen, beispielsweise 1997 die Ausstellung „words for windows 2“ im Landtag Nordrhein-Westfalen.

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