Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

1997

Johannes Schenk, geboren 1941 in Berlin, lebte weitgehend in Berlin und Worpswede, wo er in einem Zirkuswagen wohnte. Er verstarb 2006. Schenk ging in seinem Leben verschiedensten Tätigkeiten nach, u. a. war er Matrose, Gärtner, Straßenarbeiter, Buchhändler und Bühnenarbeiter, gründete ein Straßentheater und betrieb das „Schenk’sche Sonntagscafé“, das vor allem durch seine literarischen Lesungen Bekanntheit erlangte. Als Autor begann er als Verfasser von Theaterstücken und Lyrik in Agitprop-Manier; seine Sympathie galt den Unterdrückten und Unterprivilegierten, denen er in seinen Texten die Utopie eines anderen Lebens zu vermitteln versucht. In seinen späteren Gedichten und Prosawerken nehmen die Motive der Sehnsucht und das Thema Seefahrt immer breiteren Raum ein.

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1997

Sigrid Damm ist 1940 in Gotha geboren und lebt heute in Berlin. Die Literaturwissenschaftlerin war als Hochschullehrerin in Jena und Berlin tätig. Seit 1978 lebt sie als freie Schriftstellerin. Sigrid Damm ist in erster Linie Verfasserin von Werken über Personen aus dem Umkreis der Weimarer Klassik; insbesondere mit ihren in einer Mischung aus Biographie und Fiktion geschriebenen Büchern über Goethes Jugendfreund Lenz und Goethes Ehefrau Christiane erzielte sie große Publikumserfolge.

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1996

Werner Söllner, geboren 1951 in Horia/Siebenbürgen, lebt heute in Frankfurt am Main. Seine Gedichte sind stark beeinflusst von Paul Celans Werk. Auch nach der Übersiedlung nach Deutschland spielt die Erinnerung an seine siebenbürgische Heimat eine wichtige Rolle in seiner meist dunklen, melancholischen Lyrik.

 

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1996

Barbara Honigmann ist die Tochter deutsch-jüdischer Emigranten, die 1947 aus dem Exil nach Ost-Berlin kamen, um am Aufbau eines neuen Deutschland mitzuhelfen. Honigmann, geboren 1949 in Berlin, zählt zur Deutsch schreibenden, „zweiten Generation“ aus jüdischen Familien, die den Holocaust überlebt haben. Nach ihrer Tätigkeit als Dramaturgin und Regisseurin lebt sie seit 1975 als freie Schriftstellerin. 1984 reiste sie aus der DDR aus und lebt heute in Straßburg. Zentral für ihr Werk ist die Auseinandersetzung mit ihrer jüdischen Identität. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

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1996

Walther Petri wurde 1940 in Leipzig geboren und lebt heute in Berlin. Seit 1980 lebt der ehemalige Bühnenbildner, Theatermaler und Pädagoge als freischaffender Autor und bildender Künstler. Er ist Autor zahlreicher Bücher und hat als Dokumentarfilmautor, Herausgeber, Nachdichter sowie als Grafiker, Maler und Bildhauer gearbeitet. Im Archiv des Rundfunks der DDR existieren zahlreiche Bänder mit seinen Lesungen und Interviews.

 

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