Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

1998

Barbara Köhler wurde 1959 in Burgstädt geboren und lebt heute in Duisburg. Sie absolvierte ein Literaturstudium am Literaturinstitut Johannes R. Becher und war danach am Bezirksliteraturzentrum Karl-Marx-Stadt wissenschaftlich tätig. Seit 1991 lebt Barbara Köhler als freie Autorin. Sie trat als Lyrikerin und Essayistin hervor. Die formal sehr unterschiedlichen Gedichte Köhlers lassen das Ich im sprachlichen Raum als übergeordnetes Thema erkennen. Seit 1996 erzeugt sie auch Textinstallationen, beispielsweise 1997 die Ausstellung „words for windows 2“ im Landtag Nordrhein-Westfalen.

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1998

Helga Schütz wurde 1937 in Falkenhain/Schlesien geboren. Seit 1962 arbeitete sie als Drehbuchautorin für die DEFA, ab 1965 in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Egon Günther. Seit 1993 hat sie eine Professur für Drehbuchschreiben an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam inne. Seit den Siebzigerjahren ist Helga Schütz auch als Verfasserin von Prosawerken hervorgetreten, in denen sie zum Teil eigene Kindheits- und Jugenderlebnisse in poetisch verfremdeter Form verarbeitet. Dabei ist die Autorin in ihrer szenischen und dialogischen Erzählweise stark vom Drehbuchschreiben beeinflusst.

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1998

Adolf Endler wurde 1930 in Düsseldorf geboren. Nach einer abgebrochenen Buchhändlerlehre arbeitete er als Transportarbeiter und Kranfahrer. Als er aufgrund seiner Aktivität in der Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland wegen „Staatsgefährdung“ angeklagt wurde, übersiedelte Endler 1955 in die DDR und studierte am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. Seitdem lebt er als freier Autor in Berlin. 1979 wurde er aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen. In den 1980er Jahren arbeitete er für verschiedene Berliner Untergrundzeitschriften. 1991 initiierte Endler den „Berliner Verein zur Beförderung der Literatur Orplid“ und organisierte die legendären Lesungen „Orplid & Co.“ im Café Clara, Berlin Mitte.

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1997

Werner Dürrson (Pseudonym: Werner Dürr) wurde 1932 in Schwenningen am Neckar geboren. Er verstarb am 17. April 2008 auf Schloss Neufra bei Riedlingen. Werner Dürrson lebte nach langjähriger Tätigkeit als Dozent für deutsche Sprache und Literatur in Poitiers und Zürich als freier Schriftsteller und Übersetzer in Oberschwaben und Paris. Er schrieb Lyrik, Erzählungen und Essays; daneben übersetzte er aus dem Französischen. Während sein frühes Werk noch unter dem Einfluss von Hermann Hesse steht, erhielt er während seines Frankreichaufenthalts grundlegende Impulse von surrealistischen Künstlern wie Max Ernst und Autoren wie René Char.

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1997

Johannes Jansen wurde 1966 in Berlin/DDR geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Der Schriftsteller zählt zu den bemerkenswertesten Stimmen seiner Generation. Seine traumwandlerischen „Kürzesttexte“ sind an Georg Trakl und Wolfgang Borchert geschult. Wahrnehmung und Reflexion bilden darin eine unlösbare Einheit.

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