Alle Preisträger chronologisch bis 1995:
Helga Schütz wurde 1937 in Falkenhain/Schlesien geboren. Seit 1962 arbeitete sie als Drehbuchautorin für die DEFA, ab 1965 in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Egon Günther. Seit 1993 hat sie eine Professur für Drehbuchschreiben an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam inne. Seit den Siebzigerjahren ist Helga Schütz auch als Verfasserin von Prosawerken hervorgetreten, in denen sie zum Teil eigene Kindheits- und Jugenderlebnisse in poetisch verfremdeter Form verarbeitet. Dabei ist die Autorin in ihrer szenischen und dialogischen Erzählweise stark vom Drehbuchschreiben beeinflusst.
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Adolf Endler wurde 1930 in Düsseldorf geboren. Nach einer abgebrochenen Buchhändlerlehre arbeitete er als Transportarbeiter und Kranfahrer. Als er aufgrund seiner Aktivität in der Friedensbewegung in der Bundesrepublik Deutschland wegen „Staatsgefährdung“ angeklagt wurde, übersiedelte Endler 1955 in die DDR und studierte am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. Seitdem lebt er als freier Autor in Berlin. 1979 wurde er aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen. In den 1980er Jahren arbeitete er für verschiedene Berliner Untergrundzeitschriften. 1991 initiierte Endler den „Berliner Verein zur Beförderung der Literatur Orplid“ und organisierte die legendären Lesungen „Orplid & Co.“ im Café Clara, Berlin Mitte.
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Werner Dürrson (Pseudonym: Werner Dürr) wurde 1932 in Schwenningen am Neckar geboren. Er verstarb am 17. April 2008 auf Schloss Neufra bei Riedlingen. Werner Dürrson lebte nach langjähriger Tätigkeit als Dozent für deutsche Sprache und Literatur in Poitiers und Zürich als freier Schriftsteller und Übersetzer in Oberschwaben und Paris. Er schrieb Lyrik, Erzählungen und Essays; daneben übersetzte er aus dem Französischen. Während sein frühes Werk noch unter dem Einfluss von Hermann Hesse steht, erhielt er während seines Frankreichaufenthalts grundlegende Impulse von surrealistischen Künstlern wie Max Ernst und Autoren wie René Char.
» weiterJohannes Jansen wurde 1966 in Berlin/DDR geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Der Schriftsteller zählt zu den bemerkenswertesten Stimmen seiner Generation. Seine traumwandlerischen „Kürzesttexte“ sind an Georg Trakl und Wolfgang Borchert geschult. Wahrnehmung und Reflexion bilden darin eine unlösbare Einheit.
» weiterJohannes Schenk, geboren 1941 in Berlin, lebte weitgehend in Berlin und Worpswede, wo er in einem Zirkuswagen wohnte. Er verstarb 2006. Schenk ging in seinem Leben verschiedensten Tätigkeiten nach, u. a. war er Matrose, Gärtner, Straßenarbeiter, Buchhändler und Bühnenarbeiter, gründete ein Straßentheater und betrieb das „Schenk’sche Sonntagscafé“, das vor allem durch seine literarischen Lesungen Bekanntheit erlangte. Als Autor begann er als Verfasser von Theaterstücken und Lyrik in Agitprop-Manier; seine Sympathie galt den Unterdrückten und Unterprivilegierten, denen er in seinen Texten die Utopie eines anderen Lebens zu vermitteln versucht. In seinen späteren Gedichten und Prosawerken nehmen die Motive der Sehnsucht und das Thema Seefahrt immer breiteren Raum ein.
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