Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

2003

Christa Reinig, geboren 1926 in Berlin, lebt nach ihrer Übersiedlung 1964 in die Bundesrepublik heute in München. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete sie in einer Fabrik und als Blumenbinderin, studierte dann aber an einer Arbeiter- und Bauern-Fakultät und an der Humboldt-Universität in Berlin. Bereits in den Vierzigerjahren hatte Reinig mit dem Schreiben begonnen. 1951 wurde ihr jedoch ein Publikationsverbot auferlegt. Sie schrieb zunächst balladenhafte, an Brecht erinnernde Gedichte, daneben aber auch Liebeslyrik, Prosa und Hörspiele. Seit sie sich in den Siebzigerjahren öffentlich zu ihrer lesbischen Sexualität bekannt hat, steht der kämpferische Feminismus in ihrem Werk im Vordergrund, häufig durchsetzt mit Satire und schwarzem Humor.

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2001

Angela Krauß wurde 1950 in Chemnitz geboren. Nach ihrem Studium am Lehrinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig lebt sie als freie Schriftstellerin in Leipzig. Angela Krauß bietet in ihren Erzählungen und Romanen ein detailgetreues, skeptisches Bild der Wirklichkeit der späten DDR und der Nachwende-Zeit. 2000 hatte sie die Poetik-Dozentur der Universität Paderborn inne, 2004 hielt sie die Poetik-Vorlesungen an der Universität Frankfurt am Main.

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2000

Hartmut Lange wurde 1937 in Berlin-Spandau geboren und lebt heute in Berlin und in Umbrien/Italien in der Nähe von Perugia. Der Schriftsteller studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie und verließ 1965 die DDR. Als Schlüsselwerk kann man das 1983 erschienene „Tagebuch eines Melancholikers“ verstehen. Seit 1982 schreibt er vornehmlich Erzählungen und Novellen.

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1999

Rainer Kirsch wurde 1934 in Döbeln/Sachsen geboren und lebt heute in Berlin. Nach seiner Relegation vom Studium und folgender Hilfsarbeitertätigkeit lebt er seit 1960 als freischaffender Schriftsteller. Von 1963 bis 1965 studierte er am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. 1973 wurde er aus der SED ausgeschlossen. Kirsch trat als Autor von Lyrik, Dramen, Erzählungen, Übersetzungen, Essays, Hörspielen und Kinderbüchern hervor.

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1997

Johannes Schenk, geboren 1941 in Berlin, lebte weitgehend in Berlin und Worpswede, wo er in einem Zirkuswagen wohnte. Er verstarb 2006. Schenk ging in seinem Leben verschiedensten Tätigkeiten nach, u. a. war er Matrose, Gärtner, Straßenarbeiter, Buchhändler und Bühnenarbeiter, gründete ein Straßentheater und betrieb das „Schenk’sche Sonntagscafé“, das vor allem durch seine literarischen Lesungen Bekanntheit erlangte. Als Autor begann er als Verfasser von Theaterstücken und Lyrik in Agitprop-Manier; seine Sympathie galt den Unterdrückten und Unterprivilegierten, denen er in seinen Texten die Utopie eines anderen Lebens zu vermitteln versucht. In seinen späteren Gedichten und Prosawerken nehmen die Motive der Sehnsucht und das Thema Seefahrt immer breiteren Raum ein.

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