Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

2005

Andreas Koziol wurde 1957 in Suhl/Thüringen geboren und lebt heute in Berlin. Der Lyriker, Nachdichter und Herausgeber gehört zu den bedeutenden Autoren der Ostberliner Literatur- und Kunstszene des Prenzlauer Berg. Er war Mitherausgeber wichtiger Untergrundzeitschriften. Koziol schuf zahlreiche Übersetzungen und Nachdichtungen aus dem Russischen, Ungarischen und Englischen.

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2004

Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin/DDR geboren und lebt in Berlin. Jirgl gehörte zu jener jüngeren Autorengeneration in der DDR, die während der 1980er Jahre vermehrt experimentelle Formen aufgriff. Sein sprachmächtiges Prosawerk zeichnet ihn als Chronisten deutscher Vergangenheit und Gegenwart aus. Jirgls Interesse gilt der Entlarvung von Machtverhältnissen, die sich hinter Sprache verbergen. Charakteristisch ist seine unkonventionelle, teilweise „lautmalerische“ Rechtschreibung und eine eigene Zeichen-Nomenklatur. Seine Texte fesseln durch ihre Bildkraft und verstören zugleich durch kalt sezierende Intellektualität.

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2003

Ror Wolf wurde 1932 in Saalfeld/Thüringen, geboren, siedelte 1953 in die Bundesrepublik über und lebt heute in Mainz. Seit 1963 ist er freier Schriftsteller. Wolfs an Samuel Beckett, Franz Kafka und Robert Walser geschulte Prosa fand rasch zu einem ebenso kunstvollen wie unverwechselbaren Ton, der sich durch radikale Verdichtung auszeichnet. Wolf verfertigt auch surrealistische Collagen, die sich als Parodie auf Gelehrsamkeit, Autorität und positivistische Welterkennungsstrategien lesen lassen. Seit 1969 konnte sich Ror Wolf auch als Verfasser von Rundfunkarbeiten einen Namen machen.

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2002

Katja Behrens ist 1942 in Berlin geboren und lebt heute in Darmstadt. Die jüdische Schriftstellerin wurde als Kind während des Zweiten Weltkrieges vor der Verfolgung der Nationalsozialisten in Österreich versteckt. Sie debütierte 1960 als freie Übersetzerin vor allem amerikanischer Literatur, so von Romanen von Henry Miller und William S. Burroughs. Seit 1971 veröffentlichte Katja Behrens zahlreiche Romane, Erzählungen und Dokumentationen. Die alleinstehende Frau ist ihr eines großes Thema, im anderen versteht sie sich als „Statthalterin einer jüdischen Ausgrenzungserfahrung im heutigen Deutschland“.

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2001

Josef Zoderer wurde 1935 in Meran geboren und lebt heute in Terenten und Bruneck/Südtirol. Nach einem breit angelegten Studium in Wien arbeitete Zoderer zunächst als Journalist und unternahm dann längere Reisen durch Südeuropa, die USA, Kanada und Mexiko. Zoderer, der sich selbst als „deutschsprachiger Autor mit österreichischer kultureller Prägung mit italienischem Pass“ bezeichnet, gilt als einer der bedeutendsten Autoren Südtirols. Sein Werk widmet sich einem Leben zwischen zwei Kulturen, welches fast zwingend eine Identitätskrise nach sich zieht.

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