Alle Preisträger chronologisch bis 1995:

2011

Der in Berlin lebende Lyriker Andreas Altmann erhielt am 13. November 2011 in Weimar die Dr. Manfred-Jahrmarkt-Ehrengabe. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Die Jury der Deutschen Schillerstiftung hob in ihrer Entscheidungsbegründung besonders die in eigensinnige und magische Bilder gefassten Natur- und Landschaftsbeschreibungen Altmanns hervor. Von Andreas Altmann sind seit 1996 sechs Gedichtbände erschienen, er wurde unter anderem mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis, dem Christine-Lavant-Lyrikpreis und dem Erwin-Strittmatter-Preis ausgezeichnet.

 

 

 

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2011

Wolfgang Schlüter, geb. 1948 in Königslutter/Niedersachsen, schloß sein 1969 begonnenes Studium (Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie) 1982 mit einer Dissertation über Gustav Mahler bei Carl Dahlhaus an der TU Berlin ab. Seit 1976 beeinflusst der Schriftsteller, Essayist und Übersetzer englischsprachiger Literatur das literarische Leben in den deutschsprachigen Ländern.

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2010

Der Anke Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis der Deutschen Schillerstiftung wurde am 26. Oktober 2010 in Weimar erstmals an die in Finnland lebende Lyrikerin Dorothea Grünzweig verliehen. Dorothea Grünzweig, geb. 1952 in Korntal, studierte Germanistik und Anglistik

in Tübingen und Bangor. Nach einer Tätigkeit an der schottischen Universität

Dundee arbeitete sie als Lehrerin an einem Internat bei Schwäbisch Hall. 1989

zog sie nach Helsinki, wo sie an der Deutschen Schule unterrichtete. Seit 1998 lebt sie in Südfinnland als freie Autorin und Übersetzerin.

 

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2009

Dem Schriftsteller Jürgen Becker wurde am 14. Mai 2009 in Berlin in der Akademie der Künste in Würdigung seines Lebenswerkes der Schillerring der Deutschen Schillerstiftung von 1859 verliehen.

Jürgen Becker wurde 1932 in Köln geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Während der Kriegs- und Nachkriegsjahre, zwischen 1939 und 1947, lebte er in Erfurt. Nach Aufenthalten in Osterwieck/ Harz und Waldbröl kam er 1950 nach Köln zurück. Nach einem kurzen, abgebrochenen Studium begann er seine Existenz als Schriftsteller. Seinen Lebensunterhalt bestritt er jahrelang mit wechselnden Tätigkeiten, u. a. bei Rowohlt und Suhrkamp. Von 1974 bis 1993 leitete er die Hörspielredaktion im Deutschlandfunk. Jürgen Becker ist Mitglied der Akademie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie des P.E.N.-Zentrums Deutschland.

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2008

Bert Papenfuß-Gorek wurde 1956 in Reuterstadt Stavenhagen geboren und lebt heute in Berlin. Der Schriftsteller, der auch als Rock- und Punkmusiker auftrat, begann schon in den Siebziger Jahren Gedichte zu schreiben. 1985 erschien die erste eigenständige Publikation. Zahlreiche Gedichtbände folgten, Texte im Zusammenspiel mit Zeichnungen, Siebdrucken, Radierungen, Lithografien zahlreicher Künstler, u. a. von A. R. Penck und Jörg Immendorf – und von Papenfuß selbst. Darüber hinaus entstanden eine Vielzahl von Aufnahmen gesprochener und gesungener Literatur. Die symbiotische Durchdringung von Poesie, bildender Kunst und Musik wird besonders anschaulich in dem gerade bei Urs Engeler erschienen Papenfuß-Band „Ation-Aganda“, der fünf Gedichtzyklen aus den Jahren 1983 bis 1990 enthält. Die Prenzlauer Berg-Dichtung, der Papenfuß angehört, in ihrem Geflecht von Literatur, Musik, Malerei, Aktion und Revolution gärt noch heute noch weiter. Mittendrin Bert Papenfuß – und die Tanzwirtschaft Kaffee Burger, die er seit 1999 mitbetreibt und für die er das Kulturprogramm „Salon Brückenkopf“ koordiniert. Schon in den Neunziger Jahren veranstaltete Papenfuß Literaturabende. Seit 1994 gab er die Zeitschrift „Sklaven“ mit heraus, die seit 1999 unter dem Titel „Gegner“ erscheint. Das Werk von Bert Papenfuß schlug die Welt von früh an durch seine Extrovertiertheit und seine Durchlässigkeit zu Rockmusik und Malerei in den Bann, darüber hinaus durch den konzentrierten, unbestechlichen, begeisterten Ernst im Umfang mit fremder Literatur der Vergangenheit und Gegenwart. Auch der Dialekt gehört zu seinen fundamentalen Strategien auf dem Weg zu einer Entsemantisierung, zu einer Dynamisierung, zu einer Revolution der Sprache. Lesen und Schreiben, Rezeption und Produktion liegen im Werk von Bert Papenfuß virtuos dicht beieinander.

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